Ist es nicht schön, Kind zu sein?
Und sehen wir uns nicht diesen Zustand zurück – fast – machen zu können, was wir wollen, Dinge auszuprobieren, irre Sachen zu machen, die
auch Schaden anrichten – und trotzdem geliebt zu werden…
zu wissen, ohne selbst Verantwortung übernehmen zu müssen, es ist Jemand da,
der für uns sorgt, die Dinge wieder in Ordnung bringt, die schief gelaufen sind
Die Infantilisierung einer Gesellschaft
Erwartung – Andere sorgen für mich
ich verstehe nicht, wie die Dinge funktionieren – aber das ist auch nicht nötig, nicht gewünscht, nicht möglich.
Aber:
Ich kann unsinnige Dinge tun – aber ich kann mich darauf verlassen, dass ein übergeordnete Instanz für mich sorgt, mich rettet…
Genauso wie wir selber diesen infantilen Status zurückwünschen, wollen wir ihn für unsere Kinder möglichst verlängern, sie schützen vor der Realität und
ihnen die Verantwortung für ihr Verhalten möglichst ersparen…
spontan… ohne Erfahrung… ohne Verantwortung… mit der Option, sich im Notfall auf Andere verlassen zu können…
Lasst uns Kinder sein…
frei, ungezwungen und ohne Verantwortung…
Piep, piep, piep… hab Dich lieb…
alles ist fein, Frieden, Freude, Sonnenschein…
und im Notfall: unterhaken…
Schützen vor dem Kontakt mit Komplexität
statt
being taken care of vs. empowerment
Verschleierung statt Aufklärung
Verdummung statt Befähigung
Betreuung und Abschottung statt
Befähigung und Öffnung
es ist ein Spiel… ohne Konsequenzen… ist das so?
